Meditationsgruppe Mainz

Nach ca. zehn Jahren regelmäßiger und manchmal leider auch unregelmäßiger Meditationspraxis weiß ich, was für ein großer Segen eine Gruppe „edler Freunde“ (kalyāṇa-mittā) für die eigene Motivation und Praxisgüte sein kann. Nach meinem Umzug in das schöne Mainz vor einigen Jahren fand ich leider keinen Anschluss an eine passende Meditationsgruppe, was sich negativ auf die Regelmäßigkeit meiner Meditation auswirkte. Schließlich ermutigten mich die Bhikkhus im Waldkloster Muttodaya, eine eigene Meditationsgruppe zu gründen. 

Es hat zwar lange gedauert, aber inzwischen ist tatsächlich ein Grüppchen zustande gekommen. Wir treffen uns wöchentlich am Donnerstagabend bei mir zuhause, wo ich ein kleines Meditationszimmer eingerichtet habe. In der Regel haben wir den folgenden Ablauf: Ankunft 19:45 bis 20:00 Uhr, kurzes Teetrinken und Einrichten für die Meditation, 30 Minuten Sitzmeditation, 10 Minuten Gehmeditation, nochmals 30 Minuten Sitzmeditation (oft mit einer geleiteten Mettā-Meditation von Ayya Khema), schließlich noch eine kurze Reflexion. Für gewöhnlich sind wir spätestens um 21:45 Uhr fertig. 

Da die Gruppe aber noch ganz „frisch“ ist, besitzen wir viel Offenheit und Flexibilität, diesen Ablauf an die Bedürfnisse aller Gruppenmitglieder anzupassen. Ebenso bin ich offen dafür, zusätzlich zu den Donnerstagabenden weitere regelmäßige Treffen zu organisieren, bei denen z.B. Vorträge gehört, Buchkapitel gelesen und / oder Pūjā (mit Paritta-Chanting) abgehalten werden. 

Ich persönlich sehe mich weder als Lehrer noch als Gruppenleiter, sondern als einfacher Übender, der aus praktischen Gründen die Gruppenkoordination innehat. Meiner Ansicht nach sollte die Funktion einer Meditationsgruppe sein, die individuelle Praxis durch eine zeitliche Strukturierung, durch gegenseitige Motivierung und durch einen offenen Ideenaustausch zu stützen und zu verstärken. Da die Dhamma-Praxis einer / eines jeden ohnehin sehr individuell ist, möchte ich gerne Vorgaben vermeiden, welche Meditationstechniken man auf dem Kissen zu verwenden hat. Ebenso soll die Gruppe allen, unabhängig von Religiosität oder Lehrtradition, offen stehen, wobei wir natürlich schon in der buddhistischen Tradition verankert sind. Das Einhalten der fünf Silas während der Treffen stellt eine Voraussetzung für die Teilnahme dar, d.h. wir sind bemüht, ein wertschätzendes, achtsames, harmonisches und sicheres Umfeld zu erschaffen.

Bezüglich meiner eigenen Praxis bin ich wohl voll im Theravāda verortet und fühle mich dabei insbesondere der thailändischen Waldtradition verbunden. Das Waldkloster Muttodaya im Frankenwald stellt dabei meinen spirituellen Hauptbezugspunkt dar. Selbstverständlich halte ich Ayya Khema, ihre Schüler und ihr Erbe ebenso in höchsten Ehren. Weiterhin habe ich eine Zeit lang parallel in der Tradition des Sōtō-Zen geübt.

Ich würde mich über weitere Interessentinnen und Interessenten sehr freuen! 

Bitte lasst Euch nicht davon abschrecken, dass ich nur eine E-Mail-Adresse hinterlegt habe; da ich in der Justiz arbeite, vermeide ich aus Sicherheitsgründen die Veröffentlichung meiner privaten Daten.

Ansprechpartner Dr. Kim Stalbovs: MeditationsgruppeMz@gmail.com