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Kathina-Feier im Waldkloster Metta Vihara
Neue Retreat-Häuser statt Roben
Anlässlich der Kathina-Feier wurden im Waldklosters
Metta-Vihara vier neue Retreat-Häuser (Kutis) eingeweiht.
Bhante Nyanabodhi, der Abt des Klosters, erläuterte vor der
versammelten Festgemeinde die historische Bedeutung der
Kathina-Feier und wie sie hier im Westen neu belebt werden
könnte. Wilfried Reuter, Leiter des Lotos Vihara in Berlin,
sprach einer intensiveren Zusammenarbeit zwischen dem sogenannten
"Laienbuddhismus" und dem Kloster mit Ordinierten das Wort.
Dass in diesem Jahr die traditionelle "Kathina-Robe" fehlte, das
Kloster jedoch mit vier neuen Kutis beschenkt wurde, hat
vielleicht symbolischen Wert: Bhante Nyanabodhi, der Abt des
Klosters, hob in seiner Festansprache vor allem die
Entschlossenheit der Mönche des Klosters hervor, die
dreimonatige Regenzeit (Vassa) - trotz reger Bautätigkeit -
vor allem mit Meditation zu verbringen, was jetzt von den
Freunden des Klosters mit dieser Feier gewürdigt werde.
Durchhaltevermögen und Standfestigkeit bei der
Geistesschulung seien wichtige Qualitäten im Klosterleben.
Die Mönche hätten damit "den Geist des Klosters"
gehalten, sich als "Spirit Holder" erwiesen und könnten
jetzt auf diese Art "die Kathina ausbreiten". Kathina sei ein
Fest der Anerkennung und Gebefreudigkeit, was mit dem Geschenk
der vier neuen Kutis wunderbar zum Ausdruck komme.
Dass der Abt selber mit Bauleitung und anderen Leitungsaufgaben
als Mönch vor einer ganz besonderen Herausforderung stand,
wurde mit besonderem Dank zur Kenntnis genommen, wie auch seine
Absicht, dafür jetzt den Winter im Rückzug zu
verbringen, ganz nach dem Motto der Metta Vihara, wonach sich
Kontemplation und Aktion ergänzen sollen.
Die idyllisch gelegenen Kutis sind für Frauen gedacht, die
als Mitglieder der Hausgemeinschaft oder "Kloster-auf-Zeit"-
Gäste ins Kloster kommen. Im nächsten Jahr, sollen -
vorausgesetzt die Finanzierung klappt - vier weitere Kutis
für männliche Laien und Mönche entstehen.
Nach der Almosenrunde und Mittagessen bekräftigte Wilfried
Reuter vom Lotos-Vihara Berlin die Wichtigkeit einer monastischen
Tradition für die Entwicklung des Buddhismus im Westen.
Darum hätte sich die Laien-Sangha des Lotos-Vihara spontan
entschlossen, die Finanzierung einer Kuti für die Metta
Vihara zu übernehmen. Die große Herausforderung
für den Buddhismus im Westen bestehe darin, eine Form zu
finden, welche die Errungenschaften der westlichen Kultur und
insbesondere der Psychologie berücksichtige, ohne dabei die
Reinheit und Tiefgründigkeit der Buddha-Lehre zu
verwässern. Dabei bilde das Kloster als unschätzbaren
Ort des Rückzugs, der Lehrergründung und vertieften
Praxis ein Gegengewicht zur Geschäftigkeit und dem
Leistungsdenken des Alltags. Gefragt seien in erster Linie
gegenseitige Wertschätzung und Unterstützung von "Welt
und Kloster", von Nichtordinierten und Ordinierten, was in der
Begegnung und offenem Austausch und einer "gefühlten
Verbindung" wachsen müsse.
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In der Welt aktive Dhammalehrer und Ordinierte könnten sich
in der Lehrtätigkeit ergänzen. Dabei plädierte
Wilfried für eine neue Begrifflichkeit, weltliche
Dhammalehrer als "Laien" zu bezeichnen, sei unangebracht. Zum
Schluss betonte er die Bedeutung und Wichtigkeit des
Dana-Prinzips, ohne das kein Kloster überleben könne.
Nach einer kleinen Prozession, bei der die vier Mönche je
eine Buddha-Statue zu den vier neuen Kutis brachten, die mit
kurzer Rezitation und Weihwasser gesegnet wurden, konnten die
neuen Gebäude besichtigt werden.
Mönchs-Treffen dreier Klöster in Freising
Zum ersten Mal haben sich die Mönche der drei deutschen
Theravada Klöster Metta Vihara (3 Mönche), Muttodaya
(2) und Bodhi Vihara (2) zur gemeinsamen Rezitation der
Ordensregeln (Patimokkha) in Freising getroffen. Zugegen waren
bei dieser denkwürdigen Feier am Vollmond-Tag des Monats
April auch drei Gastmönche aus Asien. Eine
Unterstützerin schrieb: "Es war ein großer Ansporn,
Freude und Ermunterung, das erleben zu dürfen." Die
Mönche folgten damit der Empfehlung des Buddha, in Eintracht
zusammen zu kommen, wodurch ein Wachsen der Sangha erwartet
werden kann. Ein nächstes Treffen ist für November in
der Metta Vihara geplant.
→ Bilderbogen von Marianne
(pdf)
→ Kuti-Finanzierung auf guten Weg
(pdf)
→ Info Flyer (pdf)
Kuti-Projekt
→ Plakat Kuti-Projekt
(pdf)
Auf erfreuliches Echo gestossen ist der Appell des Buddha-Haus
Vereins zur Unterstützung von Klausur-Häusern (Kutis)
für das Waldkloster. Von den acht geplanten Kutis
können voraussichtlich deren vier schon bald realisiert
werden. Baubeginn ist für Mai vorgesehen, wenn auch auf dem
Hochberg der letzte Schnee geschmolzen sein sollte. Der Verein
ist zuversichtlich, dass auch die übrigen vier Kutis noch
finanziert werden können.
Die Metta-Klostergemeinschaft
→ Link zu älteren
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