|
Der Bilderbogen ist ein kleiner Rückblick auf die
Geschehnisse im letzten halben Jahr der Metta Vihara und des
Buddha-Haus
→ "Bilderbogen"
Kuti-Projekt jetzt ausführungsreif
Liebe Leserinnen und Leser des Mitteilungsblatts,
es erfüllt mich mit großer Freude, euch die
detaillierten Pläne vorzustellen zu können, wie sich
das Buddha-Haus Projekt – in diesem Fall speziell das
Waldkloster Metta Vihara – in naher Zukunft erweitern
will.
Wer die Geschichte der Entstehung des Buddha-Hauses kennt und
nicht persönlich von Anfang an dabei war, hatte vielleicht
auch schon manches Mal den Gedanken: Wo war ich eigentlich
gerade, als das Haus in Uttenbühl gekauft und umgebaut
wurde? In welcher Phase meines Lebens befand ich mich, als andere
die Metta Vihara geschaffen haben? Ich wäre gerne
dabei gewesen!
Zum Glück gehen die Gelegenheiten nicht aus, ein Teil des
Buddha-Hauses zu werden. Das Buddha-Haus lebt durch Menschen,
denen das Dhamma etwas bedeutet und die ein inneres
Bedürfnis haben, das Dhamma, die Lehrenden und die
Einrichtungen, in denen man praktizieren kann, in ihrer Nähe
zu haben. Nun gibt es wieder eine Gelegenheit, an der
Manifestation der Buddha-Lehre in Deutschland beteiligt zu sein!
Das Waldkloster Metta Vihara soll ausgebaut werden, sodass
weitere Ordinierte eine ständige Bleibe und Laien ein
verbessertes Angebot für „Kloster auf Zeit“
finden können. Wegen Platzknappheit stehen derzeit
für Laien oft nur Doppel- oder Dreierzimmer zur
Verfügung, was für einen Rückzug nicht immer ideal
ist. Zudem gibt es für Frauen bisher noch keine
Wohnmöglichkeit außerhalb des Haupthauses, in der sie
ganz für sich praktizieren können. Es sind acht Kutis
geplant. Kutis sind Hütten, die bescheiden eingerichtet sind
und an abgeschiedenen Orten stehen, um Ordinierten und
Laien die Möglichkeit zu geben, sich zurückzuziehen und
in Stille zu meditieren.
Rückzug in die Abgeschiedenheit für
alle
Die neuen Kutis sollen entlang des bewaldeten Baches entstehen.
Vier Einzelkutis für Mönche bzw. Männer unterhalb
des Hauptgebäudes, zwei Einzel- und eine etwas komfortablere
Doppelkuti für Frauen oberhalb des Hauptgebäudes.
Die Einzelkutis bestehen aus einem sechseckigen Raum mit
Schiebetür und Fenster, umrundet von einem Gang für
Gehmeditation. Außen mit Holzverschalung, innen mit
Lehmputz. Auf der Rückseite ein kleiner Abstellraum
und eine Trockentoilette. Um Energie zu sparen, ist das
Gebäude hoch gedämmt mit biologischem
Dämmmaterial. Die Kutis haben Grasdächer. Sie haben
Strom- aber keinen Wasseranschluss. Die Doppelkuti hat zudem eine
gemeinsame Nasszelle mit Dusche und Toilette. Für die
Benutzer der anderen Kutis werden zwei zusätzliche Duschen
im Hauptgebäude eingebaut.
→ Doppelkuti
Grundriss
Um die Kutis mit dem Kloster zu verbinden, sind Umgebungsarbeiten
nötig, z.B. Gehwege und Stromanschluss.
Folgende Kosten werden voraussichtlich anfallen:
Kosten Einzelkutis
Sechseckige-Einzimmerkuti mit Rundgang
€ 25.000
Inneneinrichtung/Mobiliar
€ 1.500
Stromanschluss /Umgebungsarbeiten
€ 1.000
Total für eine Kuti € 27.500
Total sechs Einzelkutis €
165.000
Kosten Doppelkuti
(inkl. Dusche und WC, sonst wie oben) €40.000
Inneneinrichtung/Mobiliar
€3.000
Sanitär (Dusche, Waschbecken,WC)
€ 5.000
Stromanschluss / Umgebungsarbeiten
€2.000
Total Doppelkuti €
50.000
Zwei neue Duschen und Hauswirtschaftsraum
im Keller des Hauptgebäudes
€ 20.000
Total Kuti-Projekt € 235.000
=======
|
|
Die Drei-Schritte Empfehlung des Buddha
Als höchste Gabe lobte der Buddha das Geschenk von
Unterkünften für die Sangha. Wie ein roter Faden
durchzieht die Lehre Buddhas die Empfehlung, das Dhamma in drei
Schritten zu praktizieren:
Dana (Gebefreudigkeit), Sila (Ethik) und
Bhavana (Geistesschulung). In Asien wird besonders
großer Wert auf den ersten Schritt gelegt, was vom Buddha
tatsächlich auch als unverzichtbare Basis für den
spirituellen Weg bezeichnet wurde. Dabei werden manchmal vor
lauter Gebefreudigkeit die anderen Aspekte der Praxis, vor allem
die Geistesschulung vernachlässigt. Die überlässt
man dann gerne den Ordinierten, denen man dazu ja die materiellen
Voraussetzungen bereitet hat. Als Gegenleistung sollten erfahrene
Mönche den Spendern das Dhamma mit Mitgefühl und Liebe
lehren, um ihnen so zur Befreiung von allem Leiden zu verhelfen.
Und bei uns? Man soll nicht glauben, dass die Spendefreudigkeit
hierzulande weniger gut entwickelt ist, nur funktioniert
sie anders. Zwar wird der Drei-Schritte-Empfehlung des Buddha im
Westen oft vorerst mal in umgekehrter Reihenfolge
nachgelebt: Alle wollen meditieren, bei der Ethik gibt es
Vorbehalte, und die Kraft des freiwilligen Gebens wird oft
unterschätzt. Doch wird der ernsthaft Meditierende bald
merken, dass das so nicht funktioniert. Und wie sehr sich das
Herz dann öffnet, wie groß die Gebefreudigkeit auch
hierzulande werden kann, zeigt gerade die Geschichte der
Buddha-Haus-Projektgruppe.
Angefangen beim Kauf des Buddha-Hauses vor 20 Jahren, über
den Erwerb des Waldklosters Metta Vihara (1995) bis zur Schenkung
des Nonnenklosters Anenja Vihara (2008) und dem Bau des
Mönchsgebäudes Devaloka (2008) – alles war nur
möglich dank großer Spendefreudigkeit westlicher
Buddhisten!
Es ist nicht leicht, gute Formulierungen für einen
Spendenaufruf zu finden. Für diejenigen, die sich für
die Buddha-Lehre interessieren, mag das Geben mit einem
Gefühl tiefer Freude verbunden sein. Sie mögen
sich auch über die günstigen karmischen Auswirkungen
ihres Gebens bewusst sein. Für diese Menschen ist ein
Spendenaufruf eine gute Gelegenheit, Gebefreudigkeit zu
empfinden. Andere wiederum reagieren auf Spendenaufrufe
spontan mit einem Gefühl der Abwehr und Enge, weil
Bedürftigkeit ihnen von vielen Seiten zugetragen wird, und
sie sich davor schützen wollen. Diesem Menschen mag
eine Einladung zur Spende seltsam vorkommen, in der nicht um Geld
gebeten wird, sondern die Rede davon ist, was für eine
wundervolle Gelegenheit man ihm damit anbietet, dass er hier
spenden darf.
Wie soll ich es also formulieren? Sei’s drum:
Der Vorstand des Buddha-Haus Vereins lädt euch ein, einen
Beitrag zu leisten zum Bau dieser Kutis. Ob nun Einzelne etwas
geben oder sich eine Gruppe zusammentut – eine
Möglichkeit wäre z.B., dass ein Stadtzentrum sich
vornimmt, etwa eine Kuti zu finanzieren. Jede Spende ist
willkommen.
Wir planen, Spendertafeln an den Kutis anzubringen, damit
Bewohner ihre Verdienste mit den Spendern teilen und sie in ihre
Metta-Praxis aufnehmen können.
Die Pläne sind fertig und eingereicht. Die Plätze sind
ausgewählt und bewilligt. Bewohner für die Kutis gibt
es allemal.
Wem es Freude bereitet, sich einzubringen und die Buddha-Haus
Projektgruppe durch die eigene Energie wachsen zu sehen
– der ist willkommen.
Spenden bitte richten an:
Buddha-Haus e.V. / Metta Vihara Hypo VereinsBank Kempten BLZ 733
200 73
KtoNr. 6690 326 505
Stichwort: Kuti Projekt
Herzlichen Dank, im Namen des Vorstandes Sascha Zieglmeier
Schriftführerin des Buddha-Haus e.V.
→ Link zu älteren
Beiträgen
|