Erfahrungsbericht der Meditationsgruppe Duisburg

Unsere Duisburger Meditationsgruppe wurde Anfang 2013 ins Leben gerufen von Steffen Latein und Thomas Lenk, der sich schon viele Jahre intensiv mit der buddhistischen Lehre befasst hatte. Sie fanden im Institut Kaiserberg, eine zur Bildungseinrichtung umgebaute ehemalige Bonbonfabrik, die passenden Räumlichkeiten, um jede Woche Montag interessierten Menschen die Möglichkeit zu geben, in einer Gemeinschaft zu meditieren und die grundlegenden buddhistischen Orientierungen kennenzulernen.

Als Teilnehmerin, die schon relativ früh zur Gruppe stieß, kann ich mich gut an die gemeinsame Zeit über all die Jahre erinnern. Zu Anfang hatten wir einen recht kleinen Raum unterm Dach, groß genug für die neu gegründete Gruppe, die über Flyer und Mundpropaganda zusammengefunden hatte. Es gab einen Nebenraum, den wir ab und zu für Gehmeditationen benutzten.

Nach wenigen Monaten wurde der Raum für unsere Teilnehmerzahl zu klein, und wir zogen ins Erdgeschoss um, in einen architektonisch sehr stilvoll renovierten Raum, hell, warm und gemütlich ausgestattet, wo wir uns auf weichen Schaffellmatten je nach Vorliebe auf einem Bänkchen, Kissen oder Stuhl zur Meditation niederlassen können. Der Raum verströmt, wenn man ihn betritt, regelrecht Stille.

Steffen und Thomas leiten unsere Gruppe aus vollem Herzen und mit ganzer Motivation. Man kann als Teilnehmer darauf bauen, dass die Meditation regelmäßig stattfindet, und oft sind selbst Feiertage kein Grund dafür, die Gruppe ausfallen zu lassen. Bei Verhinderung findet sich immer jemand, der einspringt und die Leitung übernimmt.

Wie es sicher nicht nur bei uns üblich ist, kamen über die Jahre sehr viele Menschen, die nur einen kurzen Einblick nahmen und dann wieder fernblieben. Es gibt einen großen Stamm an festen Teilnehmern, manche davon kommen recht regelmäßig, andere nur sporadisch. Allen gemeinsam ist, dass sie angetan sind von den Abenden, oft berührt und innerlich bewegt. Die Stellungnahmen nach der Meditation bei der Schlussrunde bringen mich zu dieser Einschätzung.

In der Regel ist die erste Hälfte des Abends eine Stille-Meditation mit Konzentration auf den Atem. Wir bleiben in der kurzen Pause im Schweigen, um danach in der zweiten Hälfte eine geführte Liebende-Güte-Meditation zu praktizieren, oft mit Inspirationen von Ayya Khema oder Bhante Nyanabodhi.

Thomas gestaltet auch manche Abende anhand von buddhistischen Texten aus dem Palikanon und bringt uns so in gewissen Aspekten tiefer mit der Lehre in Kontakt. Letzten Sommer haben wir auf einer Wiese "open-air" meditiert, wobei der weite Raum um uns herum für eine neue Dimension der Wahrnehmung sorgte.

Petra Kind

Mail: thomas.lenk@ich-will-keinen-spamposteo.de