Wichtige Neuigkeiten: Bhante Nyanabodhi wird zu Roland Nyanabodhi

Liebe Freundinnen und Freunde des Buddha-Haus Projektes und der Metta Vihara,

vieles ist im Umbruch und so ist es auch bei uns. So möchte ich euch heute etwas mitteilen:

Von meiner Kuti aus kann ich unseren bezaubernden Gemüsegarten besonders gut sehen. Ein Anblick, der immer ganz viel Freude in mir auslöst und mir gleichzeitig auch bewusst macht, wieviel sich in der Metta Vihara in den letzten Monaten und Jahren verändert hat. Für dieses Jahr hatte ich mir ja ein Sabbatical eingeplant, um zu sehen wohin sich das Projekt und auch ich mich entwickeln wollen – und als Richtschnur sollte die Freude dienen.

Bereits über die letzten Jahre wurde mir immer klarer, dass mir das traditionelle Mönchsleben immer weniger Freude bereitete und ich etwas Neues ausprobieren wollte. Gleichzeitig hatte sich ja im letzten halben Jahr fast die gesamte Klostergemeinschaft aufgelöst. Auch war es kaum möglich Mönche zu finden, die sich für unsere nicht klassisch-traditionelle Lebensweise begeistern konnten. In mir entstand die Frage, ob die monastische Lebensform überhaupt noch stimmig ist für die Metta Vihara. Gleichzeitig spüre ich, dass sich die Metta Vihara in eine offene kreative Richtung entwickelt, wodurch neue Inspiration und viel Freude in mir entstehen. Inzwischen ist auch eine sehr innige Beziehung zu Tanja entstanden, woraus sich bei uns beiden der Wunsch entwickelt hat, unsere Liebe in einer Partnerschaft zu leben.

All diese Aspekte haben sich schlussendlich zu einem größeren Bild zusammengefügt: meine verblassende Begeisterung an der monastischen Lebensweise, der Öffnungsprozess in mir und in der Metta Vihara, die Entwicklungen mit Tanja und die gleichzeitig spürbaren Veränderungen in der Welt, in der sich momentan alte Strukturen auflösen und Neues entstehen will. So reifte in mir der Entschluss, die Robe nach 27 Jahren abzulegen. In den letzten Wochen und Monaten ging ich durch einen intensiven Prozess. Jetzt, wo die Entscheidung gefallen ist, spüre ich große Erleichterung und Zufriedenheit in mir. Diese Entscheidung fühlt sich stimmig an und sie bedeutet für mich, dass ich den Weg auch in Zukunft aus ganzem Herzen und mit neuer Inspiration und Freude weitergehen möchte – nur ohne Robe.

Am Pfingstsonntag, den 31.05. um 10 Uhr, legte ich die Robe im Beisein von Ayya Phalanyani ab. Damit geht ein wichtiger Abschnitt in meinem Leben zu Ende, für den ich sehr dankbar bin und den ich nicht missen möchte. Gleichzeitig freue ich mich auf einen erfahrungsreichen neuen Lebensabschnitt.

Was bedeutet dieser Schritt für das Buddha-Haus Projekt? Es wird sich nicht so viel ändern. Ich werde die spirituelle Leitung des Buddha-Haus Projektes und der Metta Vihara weiter innehaben und in der Metta Vihara leben. Desweiteren werde ich Kurse, Vorträge und die Begleitung der Meditierenden als Roland Nyanabodhi weiterführen. Die Metta Vihara ist nun zwar kein (Wald-) kloster mehr, wird aber unverändert auf Spendenbasis geführt werden.

Auch in Zukunft sind Meditierende und UnterstützerInnen bei uns in der Metta Vihara herzlich willkommen für eine Geistes- und Herzensschulung, soweit es die Corona-Situation erlaubt (Gästeanmeldungen wieder ab 24.10., davor sind wir ausgebucht; oder wenn Du Interesse hast als (Langzeit-)UnterstützerIn zu uns zu kommen, dann schreib uns gerne eine Email). Außerdem wollen wir unseren naturbezogenen und kreativen Ansatz weiter ausbauen, vor allem durch ein Sein im Einklang mit der Natur und Mutter Erde.

Weitere Infos im Video „Wandel und Herzensschule“ auf unserem YouTube Kanal.

Möget ihr immer sehr glücklich, gesund und zufrieden sein.
In tiefer Herzensverbundenheit,

Roland Nyanabodhi

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